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Kombinierte T3-T4-Therapie gegen Demenz?

  • Szerző képe: Kingamargit Kovács
    Kingamargit Kovács
  • 2025. szept. 14.
  • 2 perc olvasás

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass eine kombinierte (T3 und T4) Hypothyreose-Therapie das Demenzrisiko und die Sterblichkeit senkt!


Die im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism vorgestellte Studie kam zu einem überraschenden, aber ermutigenden Ergebnis: Bei denjenigen, die eine Schilddrüsenbehandlung erhielten, die auch Liothyronin (T₃) enthielt, traten Demenz und Todesfälle seltener auf als bei denjenigen, die nur Levothyroxin (T₄) erhielten – selbst wenn sie laut ihren Laborergebnissen „gut eingestellt“ waren (d. h. normale TSH-Werte hatten).


Was bedeutet das in der Praxis?

- Bei Patienten mit kognitiven Beschwerden ist die Möglichkeit einer T₃–T₄-Kombination zu erwägen.

- Insbesondere bei anhaltenden kognitiven Beschwerden kann es sinnvoll sein, im Einzelfall über die Kombination von T₃–T₄ nachzudenken.

- Eine Kombinationsbehandlung erfordert eine professionelle Beratung und eine engmaschige Laborüberwachung. Eine willkürliche Änderung der Therapie wird nicht empfohlen.

Wichtig: Um dies zu bestätigen und die langfristige Sicherheit zu überprüfen, sind weitere randomisierte Studien erforderlich.


Warum?

Auch internationale Empfehlungen empfehlen zunächst eine T4-Monotherapie, da diese für die Mehrheit der Patienten als sicher und wirksam gilt.

Die meisten Patienten sprechen gut auf eine T4-Monotherapie (z. B. Letrox, Euthyrox) an, da der Körper in der Lage ist, aus T4 T3 zu produzieren, die aktive Form des Hormons.


Es besteht kein klarer wissenschaftlicher Konsens über die Wirksamkeit einer Kombinationstherapie – die meisten großen, randomisierten klinischen Studien haben keinen klaren Vorteil gegenüber einer Mono-T4-Behandlung gezeigt.

T3 hat eine kurze Halbwertszeit und wirkt schneller, wodurch es schwieriger wird, einen stabilen Blutspiegel aufrechtzuerhalten – was bei anfälligen Patienten das Risiko von Herzrhythmusstörungen oder Angstzuständen erhöhen kann.

Internationale Fachempfehlungen (z. B. ATA, ETA) empfehlen eine Kombinationstherapie nur in Ausnahmefällen unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle, wenn die Beschwerden des Patienten trotz normaler TSH-Werte anhalten.


Eine Kombinationstherapie kann für diejenigen in Betracht gezogen werden, die:

- TSH-Werte sind normal, es bestehen jedoch noch schwerwiegendere kognitive Beschwerden,

- die Möglichkeiten wurden mit dem behandelnden Arzt ausführlich besprochen,

- Führen Sie eine strenge Überwachung der Symptome und Laborwerte sowie eine Feinabstimmung der Dosis durch.


Autoren: Beltrão et al.

Methode: Retrospektive Kohortenstudie mit großer Fall-Kontroll-Datenanalyse

Ergebnisse:

- Bei Patienten, die mit der T₃–T₄-Kombination behandelt wurden, trat seltener Demenz auf

- Auch die Sterblichkeit war im untersuchten Zeitraum niedriger.


 
 
 
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